Über die Region

Der Wald 'Klessener Zootzen' liegt in Brandenburg, im Landkreis Havelland, ca. 60 Kilometer westlich von Berlin. Zootzen hat rd. 364 Einwohner und ist ein Ortsteil der Stadt Friesack. Die Stadt liegt am alten Rhin, zwischen dem Rhinkanal und dem Havelländischen Hauptkanal.

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Zur Herkunft des Namens 'Klessener Zootzen'

Zootzen wurde im Jahre 1315 als "Zuzen" erstmals erwähnt. In späteren Jahren wurde der Ort in wechselnder Schreibweise erwähnt – als „Zuzen“, 1388 als „Crotzen“, 1392 als „Crutzen“ und im Jahre 1772 „Zotzen“.


Seit dem 31. Dezember 2002 ist Zootzen ein Ortsteil der Stadt Friesack.

Zootzen liegt im damals sumpfigen Umland - im Luch (siehe unten). Der Begriff wird deshalb oft mit 'Erhöhung' oder 'Insel' in Verbindung gebracht.


Doch auch das slawische "sosna", die Kiefer (polnisch sosna = Kiefer, russisch сосна (ausgesprochen: sasná)) könnten eine passende Erklärung sein, da Zootzen urwaldartig bewaldet war.


Die Namen der Ortsteile Briesener-Zootzen, Klessener-Zootzen und Friesacker-Zootzen lassen sicherlich Rückschlüsse auf die Besitzverhältnisse derer von Bredow im Zootzen innerhalb ihrer Linien und Abzweige zu.

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"Wie das Havelland den Mittelpunkt Alt-Brandenburgs bildet, so bildet das Luch wiederum den Mittelpunkt des Havellandes."

Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg

 

Das Luch

(WTF ist das??)

Zootzen liegt im Rhin- und Havelländischen Luch.

Luche haben sich im Allgemeinen in den großen Urstromtälern oder in ihren Seitentälern, den Urstromtalungen, gebildet. So liegt das Havelländische Luch im Becken des Berliner Umstromtals, das vor etwa 18.000 Jahren entstand.

Das Rhinluch wurde in der letzten Eiszeit und der Nacheiszeit gebildet. Zunächst entstand vor etwa 16.000 Jahren das Eberswalder Urstromtal als Abflussbahn der Schmelzwässer des Gletschereises.

Nach dem Ende der Eiszeit führte ein steigender Grundwasserspiegel zur Entstehung von Versumpfungsmooren. 


Vor der Anlage künstlicher Entwässerungsnetze blieb in den Luchen überschüssiges Wasser oft in Tümpeln stehen. 

Seen entstanden teilweise durch riesige Toteisschollen, die sich aus der Eiszeit im Untergrund erhalten hatten und erst später abtauten - so vermutlich der Gülper See. Andere Seen sind Moränen-Seen.

Die sogenannte Ländchen, die sich wie Inseln aus den Luchgebieten heraus heben, waren dagegen kleine Diluvialplatten - etwa das Ländchen-Friesack.

Die meisten Luche in Brandenburg sind mittlerweile durch den Menschen umgewandelt und in Kultur genommen worden. 

Das Havelländische Luch wurde 1718 bis 1724 unter Friedrich Wilhelm I. entwässert und zu Wiesen- und Ackerland verwandelt. Es beheimatet reichhaltige Fauna und Flora.

Das Luch ist gekennzeichnet durch viele von Pappeln und Weiden umsäumte Wassergräben. Es bietet Störchen, Kranichen, Reihern und Großtrappen einen Lebensraum (siehe auch unter 'Vögel').

Es gibt in Brandenburg zahlreiche Luche. Auch einige Ortsnamen leiten sich vom Begriff Luch ab. Beispiele sind Luckenwalde, Doberlug und Luckau. 

Wenn die Kurzfassung Luch verwendet wird, ist meist das Gebiet des Havelländischen Luchs oder des Rhinluchs gemeint.

Zurückzuführen ist die Bezeichnung auf westslawische Wörter für "sumpfigen Boden, feuchtes Wiesenland, morastige, bewaldete Niederung". (Quelle: Wikipedia)

 
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Historische Entwicklung der Kulturlandschaft

Ein Exkurs (Quelle: Untere Natuschutzbehörde)

Steinzeit und Eisenzeit


Etwa 5.000 Jahre v. Chr. stieg der Grundwasserspiegel im Havelland deutlich an. Sumpfige Erlenwälder breiteten sich langsam in den Niederungen aus. Der Grundwasseranstieg führte zu den ausgedehnten Niedermoorbildungen des Havelländischen Luchs und des Rhinluchs.


Die gesamte Nauener Platte war mit einem dichten Eichenmischwald bewachsen, während der Urwald auf den sandigen Gebieten von der Kiefer geprägt wurde. Zu dieser Zeit lebten die Menschen als Jäger und Sammler, so dass sie kaum verändernd auf die Landschaft einwirkten. Die Wälder hatten einen reichen Wildbestand wie z. B. Elche, Hirsche, Rehe, Wildschweine, Ur und Wisent. In der Jungsteinzeit (3.500 – 1.700 v. Chr.) vollzog sich bis an die Nordgrenze der fruchtbaren Lößböden in der Höhe von Magdeburg die Sesshaftwerdung des Menschen und damit der Übergang zu Ackerbau und Viehzucht.


Im Havelland blieben die Menschen noch weitere 1.000 Jahre bei der Jäger- und Sammlerkultur. Mit Beginn unserer Zeitrechnung setzte sich der Anbau von Getreide und die Viehzucht immer mehr durch. Der bis dahin vollständig geschlossene Wald wurde nun inselartig gerodet. Auch wurde zusätzlich Holz für die Herstellung von Holzkohle zur Verhüttung und Bearbeitung von Eisen eingeschlagen.


Slawische Besiedlungsphase


Bevor im 6. Jahrhundert unserer Zeit die Slawen das Havelland besiedelten, war diese Gegend über Jahrhunderte fast menschenleer geblieben. Die inselartigen Rodungsflächen der germanischen Siedlungen waren längst wieder mit Wald bewachsen. Die Frühslawen siedelten in Burgwällen in den Niederungen. Die Burganlage südlich von Dyrotz (slawisch: Ort am Fluss) mit über 6 ha Nutzfläche beherbergte 2000 bis 4000 Bewohner. 


Die typischen Siedlungsformen sind die Angerdörfer oder Straßendörfer. Die Hochflächen wurden ackerbaulich genutzt. Schon damals waren die Wälder auf diesen fruchtbaren Böden fast vollständig gerodet. Auf den sandigen Böden stockten Eichenwälder, überwiegend in Form sehr lichter Hutewälder. Waldbeweidung und das Einsammeln der Streu führten zu großflächigen Waldschäden vor allem zur nachhaltigen Degradierung der Böden durch Humusabbau.


Durch den Bau von Mühlenstauen in Zehdenick, Oranienburg, Spandau, Brandenburg und Rathenow wurde der Havelspiegel angehoben. Hierdurch stieg auch der Wasserstand in den Luchgebieten und Niederungen an, was die Nutzung erschwerte, so dass das Havelländische Luch bis in das 18. Jahrhundert praktisch unangetastet blieb.


Entwicklungen ab 1700


König Friedrich Wilhelm I. veranlasste die großflächige Entwässerung des Havelländischen Luchs. Es wurden ca. 500 km Gräben angelegt. Der Große Havelländische Hauptkanal war mit einer Länge von 80 km die Hauptentwässerungsrinne. Da das nun für die Milch- und Fleischproduktion genutzte Luch im Sommer zu stark austrocknete, wurde wenige Jahre später zusätzlich zur Entwässerung auch die Einstaubewässerung notwendig. Auch diese findet über den Großen Havelländischen Hauptkanal bis in die heutige Zeit statt.


Der "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I. führte zu Beginn des 18. Jahrhunderts seine Regimenter erstmals über die Döberitzer Heide. Damit begann die fast 300 Jahre andauernde militärische Nutzung dieses Gebietes. Ende des 18. Jahrhunderts wurde auf dem Gut Bredow, als einem der ersten Standorte in Deutschland, die traditionelle Dreifelderwirtschaft durch die Fruchtwechselwirtschaft abgelöst.


Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte die Bauernbefreiung zur Aufgabe kleinräumiger Bewirtschaftung und damit zur Gutserweiterung. Dies zog weitreichende Eingriffe in die Agrarlandschaft nach sich: Weitere Feuchtgebiete wurden entwässert, neue Wege wurden angelegt, Hecken, Baumgruppen und andere Kleinstrukturen wurden beseitigt.


In den Wäldern setzte sich immer mehr die Kiefer durch. Der Viehverbiss verdrängte in den Hutungswäldern die Laubbäume.


Nach Kabinettsbeschluss von 1768 und 1870 für die Mark Brandenburg sollten alle "unfruchtbaren" Böden mit Kiefer aufgeforstet werden. Die sich rasch wandelnde und wachsende Wirtschaft des 19. Jahrhunderts verursachte einen ständig steigenden Rohstoffbedarf.


Im Havelgebiet wurden die für die Ziegelbrennerei wertvollen Tonvorkommen systematisch abgebaut. Große Gebiete, wie die Tremmener und Ketziner Erdelöcher, die Paretzer Erdelöcher und das Wachower Lötz, wurden vollständig abgegraben und devastiert.


Entwicklungen ab 1850


Mit Beginn des Industriezeitalters setzte ein starkes Wachstum der Stadt Berlin ein. Die rasch wachsende Großstadt breitete sich in die Umgebung aus. Gleichzeitig wollte die stark zunehmende Einwohnerschaft der Großstadt auch immer mehr entfliehen. Durch den Eisenbahnbau waren viele Gebiete “im Grünen" inzwischen gut erreichbar geworden.


Der Bredower, Brieselanger und Falkenhagener Forst wurden zu beliebten Ausflugszielen. An Sommerwochenenden suchten hier Tausende von Großstadtbewohnern Erholung von dem Leben in der Stadt. Die größten Veränderungen vollzogen sich ab der Jahrhundertwende im Nahbereich der Großstadt, also im östlichen Teil des Landkreises. Große Gebiete wurden hier aufgekauft, parzelliert, durch Straßen erschlossen und an Bauwillige verkauft.


Während vor dem ersten Weltkrieg so meist Villenkolonien (z. B. Finkenkrug) entstanden, bestimmten danach, bis zum zweiten Weltkrieg, Siedler das Bild, die zunächst nur provisorische Gebäude und Lauben auf ihrem Grundstück errichteten.


In der kurzen Zeit zwischen 1900 und dem zweiten Weltkrieg entstanden die großen Siedlungsgebiete Schönwalde, Falkensee, Dallgow und Brieselang. Zur Olympiade 1936 entstand das Olympische Dorf mit 150 Häusern für 3.500 Sportler. Nach Beendigung der Olympischen Spiele wurden die Baulichkeiten, in Zusammenhang mit der nahegelegenen Döberitzer Heide, militärisch genutzt. Weitere militärische Einrichtungen, wie Kasernen und der Flugplatz in Staaken, entstanden in Dallgow, Rohrbeck und Elstal aber auch im Bereich Rathenow und Umgebung.


Eine markante Landschaftsveränderung ist auch der Rückgang der durch Beweidung auf nährstoffarmen Sandstandorten entstandenen Heiden ab Ende des 19. Jahrhunderts, vor allem auf dem Rhinower Ländchen.


Industrielle Entwicklung erfolgte vor allem in den Bereichen Rathenow (z. B. Rathenower Optische Werke, Premnitz (z. B. IG Farben, Munitionsfabrik) und Nauen (z. B. Zuckerfabrik, Großfunkanlage).


Zeit der DDR und jüngste Entwicklungen


Wichtige Veränderungen, die in der Zeit der DDR eingeführt wurden und die Landschaft bis heute prägten, sind die intensiv betriebene Land- und Forstwirtschaft. Besonders im Nahbereich zu Berlin wiesen viele Wälder durch Kriegseinwirkung und Nachkriegsfolgen großflächige Kahlflächen auf, die rasch mit Kiefern aufgeforstet wurden. Aufgrund einseitiger Forstwirtschaft, die auf die Massenproduktion von Holz ausgerichtet war, blieb auch in der Folgezeit die Kahlschlagwirtschaft und die großflächige Schaffung forstlicher Reinkulturen (überwiegend Kiefer) bestimmend, so dass in der Zeit der DDR viele naturnahe Mischwälder durch forstliche Monokulturen ersetzt wurden.


Die landwirtschaftliche Produktion erfolgte vor allem nach industriellen Maßstäben mit dem Ziel kurzfristiger Ertragssteigerung. Die Entwässerung der Luchgebiete und anderer feuchter Niederungen wurde bis in die 1980er-Jahre weiter vorangetrieben. Das gesamte Grabensystem des Havelländischen Luchs wurde umgebaut. Es entstanden sehr tiefe Gräben, die intensiv gepflegt wurden. Mit den alten Gräben verschwanden häufig auch die grabenbegleitenden Gehölzstrukturen.


Das traditionelle Grünland wurde größtenteils in Saatgrasland mit häufig nur einer Grasart umgewandelt. Viele Grünlandstandorte wurden zu Ackerland umgebrochen. Zudem wurden teilweise großflächige Betriebsstandorte der LPG errichtet, die das Landschafts- und Ortsbild beeinträchtigen.


Auf den meist großflächigen landwirtschaftlich genutzten Bereichen wurden im Zuge der Melioration landschaftsprägende Kleinstrukturen, wie z. B. Feuchtstellen und Sölle, beseitigt, so dass z. T. ausgeräumte Agrarlandschaften entstanden. Dies betraf vor allem einige Bereiche der Nauener Platte.


Allerdings konnten sich in der Zeit der DDR aufgrund der geringen Bautätigkeit viele typische Elemente des Landschafts- und Ortsbildes erhalten. Beispiele sind die noch verbreitet vorkommenden Alleen und alte Dorfstrukturen und Ortsränder.


Dennoch gab es auch in der DDR-Zeit Beeinträchtigungen der Landschaft durch Neubebauung. Die Niederungsrinne der Wublitz wurde durch den Bau des Havelkanals fast vollständig beseitigt. Der Bau der Autobahn A 10 und des Eisenbahnaußenrings um Berlin führte zur Zerschneidung zusammenhängender Landschaftsräume. Auch von vielen Hochspannungsleitungen, die im immer weiter ausgebauten Umspannwerk Wustermark zusammenlaufen, gehen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes aus.


Die Vereinigung der beiden deutschen Staaten hat weitere Veränderungsprozesse der Landschaft eingeleitet. Neue Gewerbe- und Siedlungsgebiete, insbesondere im so genannten „Speckgürtel“ in Berlinnähe, haben deutlich zugenommen. In der jüngeren Vergangenheit führte u. a. eine starke Zunahme von Windkraftanlagen, besonders im östlichen Teil des Landkreises, zu Veränderungen des Landschaftsbildes.


Im Bereich der Landwirtschaft wurde in den letzten Jahren ein bedeutsamer Anteil der nach der Wende entstandenen Brachflächen wieder in Nutzung genommen und in vielen Bereichen hat der Anbau von Mais deutlich zugenommen. Die Gründe hierfür liegen einerseits in höheren Erlösen für Feldfrüchte und andererseits in der Neuanlage von Biogasanlagen, deren Betrieb ebenfalls große Mengen an Feldfrüchten, insbesondere Mais, benötigt.


Im Bereich der Forstwirtschaft ist in den letzten Jahren ebenfalls in vielen Bereichen eine Nutzungsintensivierung aber auch verstärkt Maßnahmen zum Umbau von Kiefernreinbeständen in Laub- und Laubmischwälder zu verzeichnen.


Die Bevölkerungsentwicklung verläuft seit der Wende innerhalb des Landkreises sehr unterschiedlich. In den im Nahbereich der Großstadt Berlin gelegenen Räumen nimmt die Einwohnerzahl stetig zu, während sie nach Westen hin v. a. durch geringe Geburtenzahlen in den letzten Jahren deutlich abnimmt (Quelle: Landschaftsrahmenplan Landkreis Havelland Band 2 Bestand und Bewertung Landkreis Havelland Untere Naturschutzbehörde).

 
 

Ein Paradies für Vögel

Der Betrieb ist umrandet von dem Vogelschutzgebiet (SPA = Special Protection Area) "Unteres Rhinluch/Dreetzer See, Havelländisches Luch und Belziger Landschaftswiesen" und bildet gleichzeitig die Grenze des Naturparks Westhavelland.

Das Havelland ist eines der bedeutendsten Durchzugs-, Rast- und Überwinterungsgebiete für Wasser- und Watvögel im mitteleuropäischen Binnenland.

Der Betrieb ist umrandet von dem Vogelschutzgebiet (SPA = Special Protection Area) "Unteres Rhinluch/Dreetzer See, Havelländisches Luch und Belziger Landschaftswiesen" und bildet gleichzeitig die Grenze des Naturparks Westhavelland.

Das Havelland ist eines der bedeutendsten Durchzugs-, Rast- und Überwinterungsgebiete für Wasser- und Watvögel im mitteleuropäischen Binnenland.

​Jedes Jahr im September und Oktober bietet sich ein faszinierendes Spektakel: Tausende von Kranichen fliegen ihre Rastplätze an, um sich auf die lange Weiterreise gen Süden vorzubereiten. Akustisch begleitet wird dieses Bild von den legendären Trompetenrufen der Vögel.


Während die Kraniche tagsüber auf ihren Nahrungsflächen beobachtet werden können, ist der abendliche Einflug in die Schlafgewässer besonders beeindruckend.

Insbesondere in Linum im Rhin-Havelluch, unweit des Forstbetriebes Klessener-Zootzen - kann dieses Naturereignis beobachtet werden.


Neben Kranichen sind es auch Tausende Graugänse und Singschwäne, die auf ihrer Reise gen Süden hier ideale Rastplätze finden. Sie können vor allem am Gülper See gesichtet werden.


Im Frühjahr treffen tausende Wasservögel ein – vor allem Bläss- und Saatgänse, Weißwangengänse und Gründelenten, wie Pfeif- Krick-, Spieß- und Löffelenten. Sie bleiben hier meist bis Ende April.

Gleichzeitig werden viele Watvögel (Limikolen) von den Wasserflächen der überschwemmten Wiesen und des Sees magisch angezogen.


Typische durchziehende Arten sind Kiebitz, Goldregenpfeifer oder Bekassine. Ebenso Kampfläufer, Bruchwasserläufer, Dunkler Wasserläufer und eine Reihe weiterer Schnepfenvögel. Sie sind oft zu tausenden zu beobachten.

Wiesenbrüter wie Kiebitz, Bekassine, Wachtelkönig, Tüpfelralle, Schnatter-, Löffel- und Knäkente brüten ebenfalls im Gebiet.

Beinahe verschwunden hingegen sind Uferschnepfe, Großer Brachvogel und Rotschenkel.


Auch äußerst seltene Vogelarten gehören zu den Brutvögeln in der Unteren Havelniederung – so etwa die große Rohrdommel, Trauer- und Flussseeschwalben, Rohrschwirle und Bartmeisen. Außerdem Drosselrohrsänger, Schilfrohrsänger, Sperbergrasmücke, Beutelmeise, Neuntöter und Ortolan.

Über der Niederung zudem sind Rot- und Schwarzmilan, Rohrweihe, See- und Fischadler zu beobachten.


Im Winter – im Januar und Februar gehören die offenen Wasserflächen den Wintergästen wie den Sing- und Zwergschwänen, die mit ihrem kräftig trompetenden Ruf in der stillen Winterlandschaft weit zu hören sind.


Aber auch Gänsesäger, Blessrallen, Schell-, Reiher und Tafelenten (Tauchenten) überwintern im Gebiet. Bildet sich jedoch eine geschlossene Eisdecke, ziehen auch die meisten Wintergäste ab.

 
Image by Till Rottmann
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